Radfahren in der Schweiz

Überblick:
Teil 1: Von Kreuzlingen nach Biel
Teil 2: Von Biel nach Genf

Teil 1: Von Kreuzlingen nach Biel

Obstbäume, wohin das Auge blickt um den Bodensee – es ist Frühling

Nach dem Übertritt einer Grenze nehme ich Veränderungen wahr, wie eine andere Währung, eine andere Sprache, andere Häuser- und Gebäudearchitekturen, Straßenmarkierungen, Straßenschilder, Werbeplakate, andere Gebote und Verbote. Man könnte ganze Quizsendungen mit der Abfrage von Unterschieden der Länder machen, die auf die reine Wahrnehmung dieser Dinge beruhen. Diese Dinge machen einen neugierig, wie ich finde.

Zürich: Der Limmat von der Quaibrücke

Zürich ist eine sehr quirlige Universitätsstadt am Züricher See. Hier ist die Studentenschaft sehr aktiv, es gibt eine lebendige politische alternative Kultur, und die Unis haben ein sehr gutes internationales Ranking, allen voran die ETH, die Eidgenössische Technische Hochschule. Diese ist weit über die Landesgrenzen bekannt für viele innovative Forschungsprojekte.

Fahrradwege, fast so breit wie die Straße, gut markiert
Die Schloss Wildegg in Holderbank
Die Festung Aarburg in Aarburg
Frühling an der Aare
An der Aare
An der Aaare, auf der Aaretour

Ich fahre am Limmat entlang, eine relativ flache Radstrecke von Zürich nach Brugg, dann mündet der Fluss in die Aare, die ich bis Biel entlang flussaufwärts fahre. 200 km gemütliches Radeln, im Frühling ein großer Spass.

Kernkraftwerk Gösgen im Kanton Soluthurn
Biel, die Uhrenstadt
Biel/Bienne, die Uhrenstadt im Kanton Bern
Biel / Bienne ist Grenzstadt der Zweisprachigkeit

Biel/Bienne ist eine bemerkenswerte Stadt mit einer malerischen Innenstadt und einer Hochschule, auch die Uhrenindustrie hat hier ihren Sitz. Die Stadt selbst kokettiert mit der Zweisprachigkeit. Ich entdecke ein Café, das auch am Sonntag geöffnet hat und wirbt: „Ouvert le Sonntag 8h00 – 13h00“.

Teil 2: Von Biel nach Genf

Ähnlich wie die Rhône/Rotten im Genfer See, durchfließt die Aare nur den Bieler See, die Aare selbst entspringt in den östlichen Berner Alpen, kommt in Hagneck in den See, tritt in Biel wieder aus in Richtung Koblenz, wo sie dann in den Rhein fließt, immerhin 288 km lang.

Am Lac de Morat – Murtensee, der kleinste der Seen am Rande des Jura, neben Lac Neuchatel und Lac de Bienne.
Straßencafé in Yverdon-les-Bains

Die Strecke um Yverdon ist sehr schön zu fahren, relativ flach am Ufer der beiden Seen entlang. Ich fahre auf Feldwegen, durch verschiedene Salatanpflanzungen und Gemüsebeete. Man sieht und hört von weitem Menschen, die augenscheinlich Saisonarbeiter sind und in ihren verschiedenen Sprachen reden. Sie knien oder liegen auf den Pflückmaschinen, unter ihnen die Beete.

Stadtlauf am Genfer See in Lausanne
Lausanne, eine der drei mondänen Städte am Genfer See (neben Montreux und Genf), liegt hoch oben auf dem Berg, hier in der Innenstadt
Der Sturm peitscht an den Ufern des Genfer Sees
Jede Großstadt hat ihr Wahrzeichen – hier Genf

Genf ist wirklich eine sehr internationale Stadt, ganze Straßenzüge bestehen aus Restaurants mit Spezialitäten aus der ganzen Welt. Auch zum Einkauf kann sich jeder aussuchen, aus welchem Laden welchen Landes heute das Essen zubereitet werden soll. Genf ist aber für mich unwirklich teuer, das Preisniveau liegt noch etwas höher als in Lausanne. Das liegt natürlich zum Teil auch am ungünstigen Wechselkurs von Euro zu SFR.

Die grüne Grenze nach Frankreich

Ich fahre südlich der Rhône in die Berge nach Frankreich und finde dort einen Campingplatz. Nur ein Schild mitten in einem Wäldchen mit der Aufschrift, „Grenze, sie dürfen nur passieren, wenn sie gültige Papiere besitzen“ deutet an, dass hier ein anderes Land beginnt, eine sogenannte grüne Grenze, unkontrolliert, ein Feldweg.

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